Wir müssen die Kosten der Energiewende tragen – das schulden wir künftigen Generationen

Pressemitteilung der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen: Aus Anlass des Jahrestages des Nuklearunfalls von Fukushima am 11. März erklärt Wolfgang Gründinger, Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG):

„Ein Unfall in einem Atomkraftwerk kann zu irreversiblen und schweren Schäden für Mensch und Umwelt führen. Dieses Risiko ist nicht mehr verantwortbar, seit technische Alternativen zur Verfügung stehen.

Atomkraft hinterlässt den künftigen Generationen eine weitere schwere Hypothek: den Atommüll. Die Halbwertzeit des Plutonium-Isotops 239 liegt bei 24.110 Jahren. Sogar nach 310.608  Jahren sind noch gefährliche Konzentrationen aus Kernkraftwerken vorhanden. Das ist ein unvorstellbar langer Zeitraum. Zwei Generationen haben Atomkraftwerke betrieben, doch tausende Generationen werden die Folgen zu bewältigen haben.

Könnten künftige Generationen bereits heute mitabstimmen, hätten Atom und Kohle keine Zukunft mehr. Die SRzG teilt daher die Erkenntnisse der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ der Bundesregierung und unterstützt einen raschen und verbindlichen Atomausstieg.

Wir müssen bereit sein, die vorübergehend höheren Kosten und Mühen der Energiewende zu tragen. Das schulden wir künftigen Generationen.“