„Tausche Wahlgeschenke gegen Zukunft“: Generationenmanifest fordert Politik zum Handeln auf

In einem gemeinsamen Appell haben Wissenschaftler, Schauspieler, Unternehmer, Aktivisten und weitere Persönlichkeiten die Politik aufgefordert, der jungen Generation eine bessere Zukunft zu hinterlassen. Zu den Unterzeichnern des Generationenmanifests zählen unter anderem Gesine Schwan, Marius Müller-Westernhagen, Sarah Wiener, Ernst Ulrich von Weizsäcker, der Klimaforscher Mojib Latif, die Band Culcha Candela, der ehemalige Universal-Chef Tim Renner und die Schauspielerin Franziska Walser. Ich selbst habe ebenfalls unterzeichnet. Der Aufruf ist in einer ganzseitigen Anzeige in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ veröffentlicht.

Unter dem Motto „Tauschen Wahlgeschenke gegen Zukunft“ schreiben die Autoren des Generationenmanifests: „Es ist höchste Zeit, die Welt von morgen radikal aus der Sicht unserer Kinder zu sehen. Zukünftige Generationen haben keine Lobby. Wir wollen keine Wahlgeschenke sondern echte Weichenstellungen, damit wir unseren Kindern die gleichen Chancen und Hoffnungen für die Zukunft versprechen können, die wir selber einmal hatten.“

In ihrem Appell formulieren die Initiatoren zehn Forderungen an die deutsche Politik. Ihre Warnungen reichen vom fahrlässigen Umgang mit der Klimakrise über das Auseinanderdriften von Arm und Reich bis hin zur strauchelnden Energiewende und zur Staatsverschuldung.

Deutschlandweit sollen bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013 mindestens 100.000 Bürgerinnen und Bürger das Manifest unterzeichnet haben. Dann soll das Manifest mit seinen Forderungen an die neue Regierung und alle im Bundestag vertretenen Parteien übergeben und die Aufnahme der Forderungen in das Regierungsprogramm gefordert werden.