Kaffee bei Münte

Heute war ich bei Franz Müntefering zum Kaffee eingeladen (Ex-SPD-Parteichef, Ex-SPD-Fraktionschef, Ex-Minister für alles mögliche). Wir hatten ein lockeres Gespräch in seinem Büro über demografischen Wandel, Rente, und Jugend-Wahlrecht. Wichtige Erkenntnis von uns beiden ist übereinstimmend, dass es nicht so sehr allein von den Prozentsätzen von Beiträgen oder Rentenniveau abhängt, dass die Alterssicherung finanzierbar bleibt, sondern von den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Wenn die Löhne gut sind, dann können auch 43% Rente zum Leben reichen, wenn die Löhne schlecht sind, werden auch 46% Rente nicht reichen. Es kommt also immer drauf an, wie viel % von was!

Außerdem sprachen wir über das Wahlrecht für Jugendliche. Münte ist dafür, das Wahlalter auf 16 abzusenken. Ich erläuterte, warum ich finde, dass es mittelfristig noch weiter nach unten geöffnet werden sollte (Demokratie, Mitspracherechte, Generationengerechtigkeit). Er zeigte sich ganz offen für meine Argumente, war wohl aber (noch) nicht restlos überzeugt.

Dann sprach ich noch den SPD-Zukunftsdialog an, aber Münte meinte, er hat von Social Media keinen blassen Schimmer. Nach seiner Schreibmaschine hab ich ihn nicht gefragt ;)

Weitere Zusammenarbeit wurde zugesagt. „Schubst uns, wenn ihr glaubt, ihr müsst uns schubsen.“ Na dann: Glück auf!