Schluss mit dem Geläster über Jungpolitiker!

Man braucht ja wahrlich nicht die FDP- und CDU-Spitzenpolitiker für das beste Personal halten, was Deutschland an Politikern zu bieten hat. Aber wenn die Medien auf Christian Lindner, Daniel Bahr oder Kristina Schröder eindreschen, nur weil sie jung sind, ist das ein Armutszeugnis. „Nun geht der erste der Boygroup“, sagte Trittin zum Rücktritt von Lindner. Der STERN lästerteüber „Merkels Kinder-Kabinett“, die Jungminister (jung = unter 40 Jahre alt) seien eben „zu jung, um gut zu sein“. Mit gleichem Unterton überschrieb Elisabeth Niejahr ihren Artikel „Brutal jung“ in der ZEIT: Bei einem Minister, der erst Mitte 30 sei, müsse man fragen: „Kann das gut gehen?“. In einer Pressemitteilung für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen fordere ich daher: Es muss Schluss sein mit der Diskriminierung von Jungpolitikern nur wegen ihres Alters! Es gibt genug zu kritisieren – aber doch bitte auf inhaltlicher Ebene im fairen Schlagabtausch und nicht mit greiser Besserwisserei. Kritik an der Sache, nicht am Alter! Hier die Pressemitteilung:

„Immer wieder sind junge Politiker als unfähig abgestempelt, nur weil sie jung sind“, so Wolfgang Gründinger,der Sprecher der Stiftung. „Kompetenz ist aber keine Frage von Lebensjahren. Kritik sollte sich an den Inhalten der Politik festmachen und nicht am Alter. Den Rücktritt eines 70jährigen Politikers würde doch auch niemand kommentieren mit der hämischen Bemerkung, nun sei endlich der erste der Rentnergang weg“.

Ein 60jähriger könne nicht automatisch bessere Politik machen als ein 30jähriger. Vielmehr bringen die unterschiedlichen Generationen eigene Kompetenzen und Lebenserfahrungen mit, so der Stiftungssprecher: „Vorwürfe an das junge Alter sind haltlos und irreführend. Bei allem politischem Streit sollte die Kritik um die Sache gehen und nicht jungen Menschen nur aufgrund ihres Alters die Kompetenz absprechen.“

Bereits im Juni 2011 hatten verschiedene Medien, u.a. der stern und die ZEIT, wiederholt junge Politiker wegen ihres Alters angegriffen. Der stern hatte in der Titelstory „Merkels Kinder-Kabinett: Zu jung, um gut zu sein?“ die Minister Philipp Roesler, Daniel Bahr und Kristina Schröder kritisiert. Sie seien nicht „erfahren genug für die Macht“ (stern Nr. 25, 16.6.2011). Mit gleichem Unterton überschrieb Elisabeth Niejahr ihren Artikel „Brutal jung“ in der ZEIT (Nr. 25/2011, S. 2): Bei einem Minister, der erst Mitte 30 sei, müsse man fragen: „Kann das gut gehen?“.