Ist Deutschland enkeltauglich?


Beim „Generationendialog“ des Deutschlandfunks und der Körber-Stiftung diskutierte ich mit dem CSU-Politiker Alois Glück über die angebliche Politikverdrossenheit der deutschen Jugend, über den demografischen Wandel, das Wählergewicht der Älteren, die Senkung der Altersgrenze beim Wahlrecht, die Riester-Rente und vieles mehr. Der Mann war in einigen Punkten einsichtig (z.B. gestand er, die Riester-Reform war ein Fehler, man habe zu sehr die Tore für die Finanzmärkte geöffnet), und teilte auch meine Analyse, dass die Anliegen und Interessen der jungen Generation in einer alternden Gesellschaft untergehen könnten. Er kritisierte, die Jugend sei unpolitisch. Quatsch. Genauso wie seine Forderung nach einem Familienwahlrecht, bei dem die Eltern für ihre Kinder wählen sollen. Meine Forderung nach einer radikalen Senkung der Altersgrenze beim Wahlrecht wollte er dagegen nicht teilen, weil die jungen Leute ja zu blöd seien zum Wählen.