Generationengerechtigkeit hängt auch in Deutschland schief

Pressemitteilung der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen: Die Bertelsmann-Studie „Generationengerechtigkeit in alternden Gesellschaften – ein OECD-Ländervergleich“ (PDF) kommentiert Wolfgang Gründinger, Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen:

„In Sachen Generationengerechtigkeit steht Deutschland international nur im Mittelfeld da. So gibt die Bundesregierung viermal mehr für die Alten aus als für die Jungen. Diese Schere zeigt, dass auch in Deutschland die Generationengerechtigkeit schief hängt.

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen fordert, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ein Wahlrecht für junge Menschen ist längst überfällig. Ein Generationen-Soli in Form einer höheren Steuer auf große private Erbschaften muss mehr Geld für Kinderbetreuung und Bildung aufbringen.

Auch bei der Sanierung der Staatsfinanzen darf die junge Generation nicht ausgebremst werden, ob in Deutschland oder unseren Nachbarländern. Wo der Staatshaushalt zulasten der Bildung oder der Arbeitsmarktchancen für Junge saniert wird, ist das nicht im Sinne der Generationengerechtigkeit.“

Hintergrund: Die Bertelsmann-Studie vergleicht Generationengerechtigkeit in 29 Industrieländern anhand von vier Indikatoren: Schuldenstand pro Kind, Kinder- und Altersarmut, ökologischer Fußabdruck sowie sozialstaatliche Ausgaben für Alte und Junge. Unter den 29 Staaten befindet sich Deutschland auf Rang 13. Am besten schneiden Estland, Südkorea, Israel und Neuseeland am besten ab. Schlusslichter sind die USA, Japan, Italien und Griechenland.

Mehr: SRzG-Hintergrundpapier Staatsfinanzen