Altersdiskriminierung endlich wirksam bekämpfen!

Pressemitteilung der Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen: Anlässlich der Altersdiskriminierungs-Berichts der Scherf-Kommission erklärt Wolfgang Gründinger, Sprecher der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen (SRzG):

„Noch immer werden junge Menschen in Beruf und Arbeitsleben benachteiligt – obwohl das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) die Altersdiskriminierung verbietet. Viele Löhne und soziale Ansprüche, wie Urlaub und Kündigungsschutz, orientieren sich an einem überkommenen Senioritätsprinzip: Ältere stehen besser da, nur weil sie älter sind. Das ist unfair gegenüber den jüngeren Arbeitnehmern, die auch ein Recht auf gute Löhne und guten sozialen Schutz haben.

Die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen begrüßt daher die Forderung der Scherf-Kommission, bestehende tarifliche und betriebliche Senioritätsregelungen zu überprüfen. Allerdings bleibt die Kommission zu vage. Auch gesetzliche Regelungen, etwa zum Kündigungsschutz, müssen auf die Probe gestellt werden.

Eine besondere Ungerechtigkeit ist die altersdiskriminierende Behandlung jüngerer Arbeitssuchender unter 25 Jahren, für die das Gesetz härtere Sanktionen der Jobcenter vorsieht als für ältere Arbeitssuchende. Die ungleich stärkere Kürzung ihrer Grundsicherung setzt die jungen Menschen unter Druck, auch schlechte und unpassende Arbeit anzunehmen, und sind nicht zu rechtfertigen. Diese Ungleichbehandlung ist nicht zu rechtfertigen. Junge Arbeitslose sind keine Menschen zweiter Klasse!“